Am 25. Oktober wurde die geplante Vorführung von Claude Lanzmanns Film „Warum Israel“ durch Antisemit_innen in Hamburg verhindert. Gegen diese antisemitischen Banden, die für die Verhinderung des Films sowie darüber hinaus für Gewalttaten gegenüber Kinogästen verantwortlich waren, hat sich ein „Bündnis gegen Hamburger Unzumutbarkeiten“ gebildet, welches zu einer Demonstration für den 13. Dezember nach Hamburg einlädt. Wir unterstützen dieses Vorhaben, denn kann bei der guten Gelegenheit durch die erneute Ansetzung der Filmvorführung auch gleich in der „Imperialismus-Befreiten-Zone“ Schanzenviertel die Gegner_innenschaft öffentlich gezeigt werden.
Die derbsten Geschichten schreibt nur das Leben selbst; und so auch diese. Ereignet hat sie sich 2002 im süddeutschen Freiburg (im Breisgau): Auf einem Konzert einer international bekannten „Punk“-Band, welche in einem linken Zentrum spielt, verbrennt der Sänger auf der Bühne plötzlich eine Fahne des Staates Israel. Dies kann eigentlich in vielerlei Ohr nur als antisemitische Aggression gelten und, aus einem progressiv-emanzipatorischen Standpunkt heraus, nur einen gigantischen Eklat zur Folge haben. Zwar gab es in Freiburg Kritik an diesem Verhalten der Band, jedoch reichen die Wellen dieser nicht aus, um weiteren Orts Konzerte zu verhindern, oder den Gegenstand wenigstens differenziert und kritisch zu betrachten. Und so auch wird im Jahr 2009 der Band in vielen (meist sich selbst bezeichnenden) linken, autonomen Zentren und Häusern zu weiteren Auftritten verholfen und eine Möglichkeit zur Projektionsfläche geboten.
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